Offener Anfang

An unserer Schule beginnen wir morgens mit einem „Offenen Anfang“. Der „Offene Anfang“ bezeichnet zeitlich die Spanne zwischen dem Eintreffen der Kinder im Klassenraum und dem tatsächlichen Beginn des Unterrichts zwischen 7.50 und 8.05 Uhr. Er ist ein wichtiges Element des Schulalltags, da er diesen nicht nur zeitlich gleitend, sondern auch kindgerecht, spielerisch und entspannt beginnen lässt. Die Kinder sind so eher in der Lage, ausgeglichen, lern- und aufnahmebereit den kommenden Schultag anzugehen.

Organisatorisches
Unser Schulgelände ist morgens bereits ab 7.30 Uhr geöffnet. Beim Spielen auf dem Schulhof vor Unterrichtsbeginn sind die Kinder über die Landesunfallkasse NRW versichert. Um 7.50 Uhr ertönt ein Klingelzeichen, das den Beginn des „Offenen Anfangs“ ankündigt und die Kinder auffordert, in ihre Klassen zu gehen.

Die Teilnahme am „Offenen Anfang“ ist den Kindern unserer Schule freigestellt, d.h. sie müssen nicht um 7.50 Uhr in der Klasse sein, sondern können bis 8.05 Uhr zu unterschiedlichen Zeiten ankommen. Spätestens zu Beginn der 1. Stunde um 8.05 Uhr muss jedes Kind im Klassenraum seiner Klasse sein, denn dann beginnt pünktlich der Unterricht.

 

Was machen Kinder im Offenen Anfang?                                                                                                                                              

Der Offene Anfang ist grundsätzlich keine zusätzliche Unterrichtszeit. Die Kinder malen, spielen Gesellschaftsspiele, üben Lernspiele, ordnen (eigene) Arbeitsmaterialien, lesen Bücher/Zeitschriften, beenden Arbeiten, lesen eigene Geschichten vor, nehmen ein kleines Bastelangebot wahr, lernen am Computer, führen Gespräche miteinander, verabreden sich, übernehmen Ämter, erzählen von Erlebtem oder schauen einfach zu.

Was machen die Lehrer im Offenen Anfang?                                                                                                                                                      Die Lehrer und Lehrerinnen nutzen die Zeit des Offenen Anfangs, um beispielsweise Kinder beim Spielen zu beobachten, um Einzelgespräche (z. B. wegen fehlender Hausaufgaben etc.) zu führen, um Konflikte zu lösen, um aufzuräumen oder um Arbeiten der Kinder aufzuhängen.

Der Offene Anfang ist Schulleben                                                                                                                                                

  • Grundschule ist nicht nur Unterrichtsort, sondern vielmehr auch Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum.
  • Die Kinder haben Zeit für einzelne (schulische/private) Gespräche mit den Lehrern. Der Lehrer kann sich einzelnen Kindern außerunterrichtlich zuwenden.
  • Die entspannte und ruhige Atmosphäre – vielleicht musikalisch untermalt – baut Aggressionen ab. Die Kinder gehen friedlicher miteinander um.
  • Im Offenen Anfang werden soziale Kontakte aufgebaut und gepflegt.
  • Der Offene Anfang bietet die Möglichkeit miteinander zu sprechen und gemeinsam in den Morgen zu starten.
  • Das soziale Miteinander ohne Programm ist wichtig.

Schule als Ort des Wohlfühlens

  • Die Kinder sollen sich glücklich und geborgen fühlen, sie können miteinander reden, spielen, arbeiten und die Lernsituation in Ruhe beginnen.
  • Die Kinder können sich auf den Tag / den Unterricht einstimmen und Abstand zum häuslichen Umfeld bekommen.
  • Die Kinder können neue Arbeitsmittel kennen lernen.
  • Der Offene Anfang berücksichtigt die Individualität der einzelnen Kinder und ermöglicht unterschiedliche Anlaufphasen.
  • Der Offene Anfang ist für den Lehrer ein stressfreier Einstieg in den Schulvormittag.
  • Der Unterricht kann pünktlich und ruhig beginnen.