Förderkonzept


Unser Förderkonzept zum Download => Förderkonzept der St.-Stephanus-Schule


foerd-1

Jedes Kind ist anders, lernt unterschiedlich schnell, unterschiedlich viel und auf unterschiedlichen Wegen. Laut Schulgesetz NRW hat jedes Kind einen Anspruch darauf, individuell gefördert und gefordert zu werden. Lehrerinnen und Lehrer sollen im Unterricht Rücksicht nehmen auf „…die jeweiligen Lernvoraussetzungen und insbesondere Lernschwierigkeiten, die besonderen Fähigkeiten, Neigungen und Interessen sowie auf die persönliche Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler…“ (ADO 21-02 Nr. 4).

Um den unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder gerecht zu werden sind für unsere Schule folgende Leitgedanken wichtig:

  • Wir sehen in unseren Schülerinnen und Schülern individuelle Lerner, die sich in Alter, Geschlecht, in ihren bisherigen Lebenserfahrungen, ihrer altersbedingten Entwicklung, ihren Interessen, ihrer Leistungsfähigkeit, ihren sozial-emotionalen Kompetenzen und ihrer sprachlich-sozia-kulturellen Herkunft unterschieden. Diese Vielfalt und Unterschiedlichkeit sehen wir als eine Bereicherung an!
  • Wir gehen von den Stärken eines Kindes aus. Indem wir die Kinder loben und ermutigen, fördern wir ihr Selbstwertgefühl.
  • Wir vermeiden eine defizitäre Sichtweise, bei der es primär darum geht, was ein Kind nicht kann. Bei bestehenden Lern- oder Entwicklungsrückständen ermutigen, unterstützen und fördern wir das Kind. Dabei bahnen wir durch kleine Lernschritte Erfolgserlebnisse an.
  • Durch angemessene Aufgabenstellungen fördern und fordern wir Kinder heraus. Dabei vermeiden wir Unter- aber auch Überforderung.
  • Unser Unterricht ist stark differenziert und fördert die Kinder individuell. Dabei gilt das Prinzip „Stärken stärken und Schwächen schwächen!
  • Im Sinne des Kindes arbeiten wir eng mit KollegInnen, Eltern und außerschulischen Institutionen zusammen.

Förderung vor Schuleintritt

Schon zwei Jahre vor Beginn der Schulpflicht laden wir gemeinsam mit den Kindertagesstätten alle Eltern zu einem Informationsabend zum Thema „Fit für die Schule- Wie kann das gelingen?“ ein. Dabei beraten wir die Eltern ausführlich über Kompetenzen, die ein Schulkind für ein erfolgreiches Arbeiten in der Schule benötigt und wir geben konkrete Tipps wie diese bis dahin erworben werden können und wie Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen dabei im Sinne des Kindes zusammenarbeiten.

Bei der Schulanmeldung, also ca. ein Jahr vor Schuleintritt, stellen wir die Schulfähigkeit der bei uns angemeldeten Vorschulkinder fest. Dazu haben wir 2015 eine „Reise in den Dschungel“ entwickelt, bei der Kinder in Kleingruppen spielerisch Aufgaben aus den Bereichen Motorik, Wahrnehmung, Kognition, Sprache und Sozialverhalten lösen.
Im Anschluss daran informieren wir die Erziehungsberechtigten und beraten konkret über Fördermöglichkeiten bis zum Schuleintritt. In Einzelfällen nehmen wir in Absprache mit den Erziehungsberechtigten Kontakt zu den Kindertagesstätten auf, um ein umfassenderes Bild über das jeweilige Kind zu gewinnen.

Förderung im Unterricht

Wir arbeiten überwiegend klassen- und jahrgangsbezogen. Im Klassenverband fördern und fordern wir Kinder durch offene und gebundene Aufgaben aus unterschiedlichen Anforderungsbereichen.
So fordern wir leistungsstarke Kinder heraus, während leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler in ihren Basiskompetenzen gefördert werden. Dies kann z. B. geschehen durch

  • eine Differenzierung des Schwierigkeitsgrades
  • eine Reduzierung / Erweiterung des Aufgabenumfangs
  • zusätzliches Anschauungsmaterial, Tippkarten usw.
  • unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten (Beispiel: Erarbeitung von Lernwörtern durch Schleichdiktat / Partnerdiktat / Arbeit am Computer / Arbeit mit dem Diktiergerät usw.)
  • innere Differenzierung der Lerninhalte wie z. B. bei Schreibanlässen, Gruppenarbeiten, Vorträgen, Präsentationen

Individuelle Förderung lässt sich vor allem auch in offenen Unterrichtsformen umsetzen. An unserer Schule sind vielfältige offene Unterrichtsformen wie Stationenlernen, Werkstattarbeit oder die Arbeit mit Tages- oder Wochenplänen in den Unterrichtsalltag eingebunden.

Allgemeine Fördermöglichkeiten

Die Schuleingangsphase stellt die Weichen für ein erfolgreiches Lernen. Hat ein Kind grundlegende Schwierigkeiten in seiner Wahrnehmungsverarbeitung, im motorischen, kognitiven oder sozial-emotionalen Bereich, sollten es vor allem innerhalb dieser Zeit gefördert werden. Darin sehen wir die Chance, präventiv zu arbeiten und Lernversagen bzw. den damit verbundenen negativen (Selbst-) Beurteilungen vorzubeugen.

In den ersten Schulwochen nimmt jedes Kind unserer Schule daher an spielerisch durchgeführten Diagnoseverfahren teil, mit denen wir feststellen können, ob dem Kind wichtige Basiskompetenzen für die Fächer Mathematik und Deutsch fehlen.

Hat ein Kind erhebliche Defizite, so erfolgt eine nähere Überprüfung durch weitere Diagnoseverfahren. Auf diese Weise beugen wir frühzeitig größeren Lernverzögerungen, einer Dyskalkulie (Rechenschwäche) oder besonderer Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Schreibens vor. Bestätigen die weiteren Diagnoseverfahren das Fehlen der Grundlagen, informieren und beraten wir die Eltern. Dabei wird auch geklärt, ob es ratsam ist, Hilfe von Fachleuten (schulpsychologischer Dienst, Logopäden, Ergotherapeuten, Untersuchung von Fachleuten der Kinder- und Jugendambulanz des Lukaskrankenhauses, Untersuchung beim Kinder- und/oder Facharzt) hinzuzuziehen.

Alle LehrerInnen der Schuleingangsphase erstellen auf Grundlage der durchgeführten Diagnosetests für jedes Kind der Schuleingangsphase einen individuellen Förderplan, in dem Förderschwerpunkte festgelegt werden. Der Lernerfolg wird regelmäßig überprüft und dementsprechend werden im Laufe des Schuljahres Lernschritte dokumentiert und evtl. neue Förderschwerpunkte gesetzt.

Allerdings ist es nicht immer möglich, alle Defizite im Rahmen des differenzierten Unterrichts aufzuarbeiten. Stehen uns zusätzliche Lehrerstunden zur Verfügung, so bilden wir kleine Fördergruppen. In diesen werden die SchülerInnen nach Zustimmung der Eltern einzeln oder in einer äußerst kleinen Lerngruppe gefördert. Sobald sie die fehlenden Grundlagenkenntnisse erworben haben, nehmen sie wieder am regulären Unterricht der Klasse in allen Stunden teil.

Auch in den Klassen 3 und 4 finden regelmäßige diagnostische Überprüfungen statt. Wir haben es uns jedoch zum Ziel gesetzt, zusätzliche Lehrerstunden und Teambesetzungen präventiv vor allem in der Schuleingangsstufe einzusetzen. Dadurch kann es uns gelingen, grundlegende Entwicklungsverzögerungen oder Teilleistungsschwächen frühzeitig zu beheben, so dass die Kinder nach Abschluss der Schuleingangsphase erfolgreich in den Jahrgangsstufen 3 und 4 mitarbeiten können.

Laut Schulgesetz NRW kann ein Kind die Schuleingangsphase in 1-3 Jahren durchlaufen. Ein Kind, das sehr leistungsstark ist und sowohl emotional-sozial wie kognitiv belastbar ist, kann also von Klasse 1 ins 3. Schuljahr wechseln. Ebenso kann ein Kind, das grundlegende Kompetenzen vielleicht noch nicht in allen Bereich erworben hat, mit mehr Zeit die Schuleingangsphase in 3 Jahren durchlaufen. Beide Fälle sind „normal“.

Ob unsere Förderung erfolgreich ist, hängt von vielen Faktoren ab. Wir sehen die Verantwortung für ein erfolgreiches schulisches Lernen nicht allein bei den LehrerInnen und der konstruktiven Mitarbeit der Erziehungsberechtigten, sondern vor allem auch beim Kind selbst. Daher ist es uns wichtig, das Kind als Lernprofi zu motivieren, individuelle Förderung anzubieten und es zu bestärken, aber auch zu vermitteln, dass das Kind – abhängig von seinem individuellen Reife- und Entwicklungsstand- selbstständig und eigenverantwortlich mitarbeiten muss und für seinen eigenen Lernerfolg mitverantwortlich ist.

Förderung in den im Stundenplan speziell ausgewiesenen Förderstunden / Förderband

Grundsätzlich ist jeder Unterricht auch Förder- und Förderunterricht. Je nach Stundenkontingent der Schule sollen jeder Klasse 1-2 zusätzliche Förderstunden in kleineren Gruppen zur Verfügung stehen. Dabei werden sowohl Kinder mit Teilleistungsschwächen als auch Kinder mit besonderen Begabungen berücksichtigt.
Nach Möglichkeit (dies hängt von vielen organisatorischen Einschränkungen bei der Stundenplangestaltung ab) findet eine dieser Stunden in einem Förderband statt.

Dabei findet parallel in (möglichst) allen Klassen zur selben Zeit ein besonderes fächer- und jahrgangsübergreifendes Förderangebot statt. So können z. B. Kinder, die mathematisch besonders leistungsstark sind in einer Gruppe zusätzliche Knobelaufgaben lösen, während Kinder aller Jahrgangsstufen, die noch Schwierigkeiten beim Überschreiten des Zehnerübergangs haben, in einer anderen Gruppe gezielt und sehr individuell gefördert werden.

Diagnoseverfahren

Eine gezielte Förderung basiert auf einer gründlichen Lernstandsdiagnostik. Daher überprüfen wir den Lernstand unserer Schülerinnen und Schüler in Deutsch und Mathematik regelmäßig mit verbindlich festgelegten Diagnoseverfahren.

In der Schuleingangsphase nehmen alle Kinder an standardisierten Diagnoseverfahren teil, damit wir frühzeitig und vorbeugend mit einer umfassenden Förderung ansetzen können.

In den Klassen 3 und 4 werden ebenfalls regelmäßige Lernstandsdiagnosen durchgeführt. An den standardisierten Verfahren nehmen aber nur noch die Kinder teil, die bereits vorab in der zusätzlichen Förderung waren oder bei denen die Lernentwicklung stagniert.

Förderung bei Dyskalkulie und LRS

Trotz aller individuellen Fördermöglichkeiten in den Fächern Deutsch und Mathematik von Beginn des 1. Schuljahres an kann das Auftreten einer Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) oder einer Rechenschwäche (Dyskalkulie) nicht immer vermieden werden.
Seit Beginn des Schuljahres 2014/2015 sind für die Klassen 1 und 2 teils über den regulären Stundenplan hinaus jeweils spezielle Förderstunden für LRS bzw. für Dyskalkulie eingerichtet worden, an denen die Schülerinnen und Schüler teilnehmen, bei deren Testung sich eine Gefährdung herausgestellt hat. Eltern werden über die Ergebnisse und die Möglichkeit der Förderung an unserer Schule unverzüglich informiert. Es findet ebenfalls eine ausführliche Beratung hinsichtlich der Möglichkeit statt, das Kind beim Schulpsychologischen Dienst des Rhein-Kreises Neuss oder durch externe lerntherapeutische Institute testen und gegebenenfalls therapieren zu lassen.
Findet eine solche zusätzliche externe Therapie statt, arbeiten wir eng mit den zuständigen Therapeuten zusammen.

Leseförderung

Lesen als Schlüsselkompetenz für schulisches Lernen wird zusätzlich neben Umsetzung der Vorgaben der Richtlinien und Lehrpläne durch folgende Maßnahmen besonders gefördert, die Leselust bzw. Freude am Lesen wecken sollen:

  • Arbeit mit dem Leseprogramm „Antolin“ in allen Jahrgängen
  • Klassenbüchereien in jeder Klasse zur Ausleihe von Büchern oder zum Lesen während freier Lesezeiten, die in jeder Klasse angeboten werden
  • Bücherausleihe der Pfarrbücherei St. Stephanus
  • Vorlesezeiten in allen Klassen
  • 2mal jährlich (freitags vor den Herbst- und Osterferien) findet ein Vorlesetag statt, bei dem Eltern / geladene Gäste kommen, um unseren Kindern etwas vorzulesen oder in den höheren Klassenstufen findet ein internes Vorlesen statt, bei dem die Kinder ihre Lieblingsbücher mitbringen und KlassenkameradInnen daraus vorlesen
  • Vorleseaktion der Zweitklässler, die die Kindertagesstätten besuchen und dort den Kindergartenkindern vorlesen
  • Teilnahme am Lesewettbewerb der Stadtbibliothek Neuss für Kinder der Klassen 2 und 4
  • Besuch der Stadtbibliothek Neuss
  • Klassenlektüren im Unterricht
  • Einsatz von Leseeltern
  • Teilnahme am Projekt „Lesementor“
  • Teilnahme am Zeitungsprojekt „Texthelden“ in Kooperation mit der Neuss-Grevenbroicher-Zeitung NGZ

Förderung von Kindern, die Deutsch als Zielsprache lernen (DaZ)

Der Anteil der Kinder unserer Schule, die Deutsch als Zielsprache erlernen, ist sehr gering. Kinder, die noch größere Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben, können (abhängig vom Stundenkontingent unserer Schule) besonders gefördert werden. Sie werden dazu in Absprache mit den Eltern aus einzelnen Stunden des regulären Klassenunterrichts herausgezogen. Davon sollten allerdings nicht die Hauptfächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Sachunterricht betroffen sein.

Begabtenförderung / Überspringen einer Klassenstufe

Unsere Schülerinnen und Schüler weisen die unterschiedlichsten Begabungen und Neigungen auf. Diese besonderen Begabungen und Neigungen fördern wir vor allem innerhalb des differenzierten Klassenunterrichts und durch Formen des offenen Unterrichts.
Kinder, die trotz aller individueller Förderung in ihrer Jahrgangsstufe unterfordert sind und sowohl kognitiv wie auch emotional-sozial gefestigt sind, haben die Möglichkeit, probeweise am Unterricht der nächsthöheren Jahrgangsstufe teilzunehmen. Ziel ist das „Überspringen“ einer Jahrgangsstufe (Akzeleration). Vor diesem Schritt erfolgt eine intensive Beratung und Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten und dem Kind selbst. Nach einer Probezeit entscheidet die Klassenkonferenz der abgebenden und der aufnehmenden Klasse, ob dem Antrag der Eltern auf Überspringen einer Jahrgangsstufe entsprochen werden kann. Ein solcher Schritt wird pädagogisch intensiv betreut. Es ist auch möglich, Kinder nur in einem einzelnen Fach am Unterricht der nächsthöheren Klasse teilnehmen zu lassen. Dazu wird ein individueller Stundenplan für das Kind erstellt und es erfolgen enge Absprachen innerhalb des Kollegiums.

Für das Überspringen einer Klasse ist es nicht zwingend notwendig, hochbegabt zu sein oder einen bestimmten IQ zu haben. Gute und sehr gute Noten können einen Hinweis auf Unterforderung geben, aber es muss unterschieden werden, ob sie mit großer Anstrengung oder sozusagen mit ‚links‘ und ohne Anstrengung erworben wurden. Zudem ist es notwendig, dass das Kind von sich aus motiviert ist, sich den fehlenden Lernstoff mit Unterstützung der Lehrkräfte und der Erziehungsberechtigten anzueignen.

Das Überspringen einer Klassenstufe ist immer eine individuelle Entscheidung. Wenn die Klasse beispielsweise ein sehr hohes Leistungsniveau hat oder wenn sich das Kind in der Klasse wohl fühlt und durch außerschulische Angebote wie Sport, Musik usw. gut ausgelastet ist, gibt es keinen zwingenden Grund eine Klasse zu überspringen. Allerdings ist es wichtig ist, dass Kinder lernen, sich in einem Bereich anzustrengen. Das muss nicht zwingend im schulischen Rahmen sein, aber es ist für die Entwicklung des Kindes wichtig, dass dies passiert.

Drohen trotz kognitiv guter Fähigkeiten bei einem Kind ein Leistungsversagen („Underachievement“) oder andere Beeinträchtigungen, so arbeiten wir eng mit den Erziehungsberechtigten und geg. externen BeraterInnen zusammen, um vorbeugende individuelle Maßnahmen zu ergreifen.

Außerdem bieten wir Kindern mit besonderen Begabungen und Interessen die Möglichkeit, an Wettbewerben teilzunehmen. Bereits seit Jahren engagieren wir uns

  • im Fach Mathematik beim „Känguru-Wettbewerb“ für die Klassen 3 und 4,
  • im Lesewettbewerb der Stadtbibliothek Neuss für die Klassen 2 und 4
  • und bei zahlreichen sportlichen Wettbewerben.

Förderung im Bereich Sport

Über den regulären Sportunterricht hinaus bieten wir folgende Zusatzangebote an:

  • Ausrichtung der Bundesjugendspiele
  • Teilnahme am Neusser Sommernachtslauf und an der Crosslauf-Meisterschaft der Neusser Schulen
  • Zusatzangebote im offenen Ganztag (z.B. Tennis, Tanzen, Handball)
  • Teilnahme an den Schulmeisterschaften im Tennis und Fußball
  • Teilnahme am Neusser Handball-Zwergen-Cup

Zusätzlich kann –abhängig vom jeweiligen Stundenkontingent- für Kinder der Schuleingangsphase, die Haltungs- oder Koordinationsschwächen, motorische Unruhe oder eine entwicklungsbedingte verminderte Bewegungsfähigkeit zeigen, eine zusätzliche Motorik-Förderstunde angeboten werden („Sportförderunterricht“).
Inhalte dieser Motorik-Förderung sind vor allem eine spielerische, kindgemäße Wahrnehmungs- und Koordinationsförderung, Spiele zur An- und Entspannung, Psychomotorik zur Steigerung des psycho-physischen Wohlbefindens, eine Förderung des Körper- und Haltungsgefühls und Spiele zur Sozialerfahrung.

Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen (s. „Förderung des sozialen und emotionalen Lernens“)

Nicht nur das kognitive Lernen, sondern auch und vor allen Dingen das sozial-emotionale Lernen ist für uns von großer Bedeutung.

So führen wir in den vier Grundschuljahren das Konzept „Teamgeister“ durch, bei dem Kinder spielerisch lernen, aufeinander einzugehen, eigene Grenzen und die des Anderen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und Selbstvertrauen zu entwickeln.

Allen Kindern und besonders Kindern mit Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich bieten wir durch einheitliche Schul- und Klassenregeln (s. Schulordnung und vereinbarte Konsequenzen) eine klare Struktur. Die vereinbarten Regeln und Konsequenzen geben den Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit und sollen ihnen helfen, ihre Kompetenzen weiter zu entwickeln und sich dadurch besser in eine Gemeinschaft einzufügen.

Durch klasseninterne Belohnungssysteme und individuelle Verstärkerpläne bestärken wir Kinder mit besonders ausgeprägten oder motivieren Kinder mit geringen sozialen und emotionalen Kompetenzen.

Förderung durch differenzierte Hausaufgaben (s. Hausaufgabenkonzept)

Auch die häuslichen Aufgaben können ausgehend aus dem Unterricht differenziert gestellt werden. So können leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler qualitativ anspruchsvollere Aufgaben bearbeiten und vorbereiten, während auch leistungsschwächere Kinder durch gezielte und im Umfang reduzierte Aufgaben zu Lernerfolgen gelangen können.