Leistungskonzept


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In diversen Lehrer- und Fachkonferenzen hat sich das Lehrerkollegium seit 2015 intensiv mit Leistungsanforderungen beschäftigt und das bestehende Leistungskonzept überarbeitet. Das neu entstandene Leistungskonzept ist für alle Klassen und Lehrkräfte unserer Schule verbindlich und wird regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt.

Eine wichtige Aufgabe von Schule ist es, Kinder an Leistungsanforderungen heranzuführen und ihnen einen Umgang mit der eigenen Leistungsfähigkeit zu ermöglichen. Dabei gilt grundsätzlich ein pädagogischer Leistungsbegriff, bei dem auch die Anstrengungsbereitschaft und individuelle Lernfortschritte bewertet werden. Der Weg zur Note wird damit anerkannt und die Stärken und Schwächen eines jeden Kindes mitberücksichtigt.

Im Laufe der Grundschulzeit werden die verbindlichen Anforderungen und Kompetenzerwartungen stärker gewichtet und stellen einen wesentlichen Maßstab für die Empfehlung der Grundschule beim Übergang auf die weiterführende Schule dar.

Leistungen müssen nicht nur eingefordert, sondern vor allem auch möglich gemacht werden. Dies gelingt uns, indem wir die individuellen Lernvoraussetzungen beachten und Kinder anleiten, ihre Leistungsfähigkeit zu erproben und diese weiterzuentwickeln. Dabei bemühen wir uns, das Kind in seiner Gesamtpersönlichkeit zu sehen. Wir richten unseren Blick auf das, was ein Kind bereits gelernt hat und vermeiden eine defizitäre Sichtweise, bei dem lediglich gesehen wird, was ein Kind alles noch nicht kann. Dadurch kann ein Lernen in angenehmer Atmosphäre stattfinden, bei dem ein Lerndruck weitgehend vermieden wird. Unser Ziel ist es, jedes Kind seinem individuellen Leistungsvermögen entsprechend zu fördern und zu fordern.

Die Leistungsbewertung an der St.-Stephanus-Schule basiert dabei auf den rechtlichen Vorgaben des Schulgesetzes (§ 48), der Ausbildungsordnung Grundschule AO-GS (§ 5 und § 6) sowie den in den Richtlinien und Lehrplänen für die Grundschule festgelegten Kompetenzbereichen.

Für uns als Lehrkräfte geben die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler aber auch eine direkte Rückmeldung über die Qualität und die Methoden- und Medienauswahl unseres Unterrichts. Auch wir evaluieren unseren Unterricht und entwickeln ihn ständig weiter.

Was ist uns für eine faire Leistungsbewertung wichtig?

  • Schriftliche Arbeiten werden vorher angekündigt.
  • Es erfolgt eine regelmäßige Bewertung über einen kontinuierlichen Zeitraum.
  • Kompetenzerwartungen werden vorab formuliert und Kindern und Erziehungsberechtigten transparent gemacht.
  • In jeder schriftlichen Arbeit werden die gestellten Anforderungen in unterschiedlichen Bereichen prozentual gleich gewichtet:
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  • Es gibt verbindliche Absprachen zur Bewertung (z. B. Fehleranzahl/-quotient).
  • Das Lehrerkollegium hat schulinterne Absprachen getroffen, (wie) welche Fehler gewertet werden.
  • In einer individuellen, positiv formulierten Rückmeldung erhalten Kinder Tipps oder Angebote zur weiteren Förderung. Diese Rückmeldungen sollen einerseits über Stärken, Schwächen und die bisherigen Entwicklungsschritte informieren. Andererseits sollen sie das Kind zur Weiterarbeit motivieren.
  • Es gelten verbindliche Absprachen zu „Sonstigen Leistungen im Unterricht“ (Schulgesetz § 48).

Die Leistungsbewertung orientiert sich an den Anforderungen der Richtlinien und Lehrpläne und am erteilten Unterricht. In die Leistungsbewertung fließen alle von der einzelnen Schülerin oder dem einzelnen Schüler in Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen ein. Dazu gehören schriftliche Arbeiten und „sonstige Leistungen“(vgl. Richtlinien und Lehrpläne NRW, S. 35). Ebenso berücksichtigt werden den Unterricht vorbereitende und ergänzende Leistungen.

Was sind „sonstige Leistungen im Unterricht“?

Die folgenden Kriterien zu sonstigen Leistungen beziehen sich auf alle Fächer.
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Mündliche Mitarbeit

  • Kommunikationskompetenz
  • Ausdrucksweise
  • Qualität und Quantität der Beiträge
  • Einhalten von Gesprächsregeln
  • themenzentrierte Beitrage
  • Aufmerksamkeit
  • Eingehen auf unterschiedliche Gesprächsanlässe wie z. B. Bildimpulse, Schlagwörter, Filme, stumme Impulse, Konfliktgespräche, …

Heft- und Mappenführung

  • Ordnung und Sauberkeit, Einhalten der Lineatur, nicht über den Rand schreiben, Benutzen des Lineals und des Radiergummis bzw. Tintenlöschers
  • generell gelten folgende Kriterien für die äußere Form: Datumseintrag immer oben rechts, dann in eine neue Reihe links: Buch, S. ___, Nr. ___ oder AB,
    darunter die Überschrift oder den Arbeitsauftrag, Linealstrich unter beendete Aufgaben(Mathematik) bzw. Reihe freilassen (Deutsch)
  • lückenlos eingeheftet, keine Seiten frei halten, usw.
  • Vollständigkeit und Genauigkeit
  • inhaltliche Qualität
  • Anfertigen von Skizzen mit Bleistift
  • in Kl. 3/4: Erstellen eines Deckblattes bzw. Registers bei Beenden eines Themas
  • Hefte/Mappen werden regelmäßig durchgesehen bzw. eingesammelt
  • kreative, sachliche oder thematisch orientierte, selbstständig in Eigenleistung erstellte Ergänzungen (Zusatzaufgaben) wirken sich positiv auf die Leistungsbewertung aus, werden aber nicht vorausgesetzt

Referate und Präsentationen

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  • Selbstständigkeit bei der Recherche
  • Anschaulichkeit/übersichtliche Anordnung bei Lernplakaten
  • Verständlichkeit
  • roter Faden
  • Art der Präsentation: Umgang mit Stichwortzetteln, freier Vortrag, kreativer Beitrag (z. B. Rollenspiel), Blickkontakt mit den Zuhörern
  • Auftreten/Absprache (innerhalb der Gruppe)
  • konstruktives Feedback
  • Kritikfähigkeit auf beiden Seiten
  • Informationsvermittlung
  • Verständnisfragen an die Zuhörer (z. B. selbst ein Quiz erstellen) bzw. Fragen der Zuhörer beantworten können
  • Gestaltung des Materials/Visualisierung
  • Teamfähigkeit beim Gruppenvortrag
  • Einspringen, wenn ein Partner nicht weiter weiß
  • Kriterien für das Referat werden vorab erarbeitet und den Kindern transparent gemacht

Gruppenarbeiten

  • kooperatives Arbeiten/Teamgeist
  • wechselnde Rollen- und Aufgabenverteilung
  • aktives Mitarbeiten aller Gruppenmitglieder
  • Einbringen eigener kreativer Ideen
  • Ergebnisorientiertes Arbeiten
  • Einhalten von Gesprächsregeln
  • evtl. Mitbringen von Material, sofern dies eine selbstständige Leistung der Schülerinnen und Schüler darstellt
  • Mitbewertung der MitschülerInnen
  • Übernahme von Verantwortung
  • Toleranz gegenüber anderen Meinungen/Fähigkeiten/Fertigkeiten

Sonstige Leistungen werden bewertet und beurteilt, nicht aber benotet. Sie fließen aber in die Gesamtbewertung eines Faches mit ein.

Wie geben wir eine Rückmeldung über erbrachte Leistungen?

  • direkte persönliche Rückmeldung
  • individuelle Gespräche im Verlauf des Schultages
  • Kindersprechtag
  • Elternsprechtag
  • Lehrersprechstunden
  • Lerntipps zur weiteren Förderung
  • individuelles Feedback unter schriftlichen Arbeiten
  • positive, motivierend formulierte Rückmeldungen
  • von den Stärken ausgehende Rückmeldungen
  • in Klasse 1/2: Stempel und Smiley-System
  • in Klasse 3/4: Punktesystem in Tests, Noten in schriftlichen Arbeiten
  • Zeugnisse:
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